Weinen lernen

Jeder kennt die Situation und das Gefühl, wenn Tränen fließen, doch kann man auch Weinen lernen? Weinen ist ein natürlich menschlicher Vorgang. In dem wir leidtragende Erinnerungen oder Gedanken abrufen, erzeugen wir Tränen. Der Vorgang ist quasi ein Ausdruck der Verarbeitung von Schicksalsschlägen.

Tränen fließen erst bei Emotionen, die sehr stark sind. Wenn wir weinen lernen, sind wir auf dem besten Weg zu unserem Herz und unserem Inneren. Wenn wir Weinen lernen, lernen wir gleichzeitig auch nicht zu verdrängen. Verdrängungen sind in einem gewissen Ausmaß gesundheitlich unbedenklich, aber verdrängen wir zu viel, könnte unsere Seele Schaden nehmen, was zu psychischen Störungen führen würde. Deshalb haben Tränen ihre Berechtigung.

Was passiert genau?

Beim Weinen sondern die Tränendrüsen unseres Auges eine Flüssigkeit ab, die Fremdartiges aus unserem Auge entfernt und Infektionen vorbeugt. Es ist also ein Schutzmechanismus unseres Körpers. Wenn wir eine Zwiebel schneiden, merken wir, dass es auf Dauer unmöglich ist, unablässig dabei zu bleiben. Die Dämpfe der Zwiebel lösen im Auge ein Reflex aus und wir fangen an zu weinen. Auch hier wird der Dampf als etwas Fremdartiges und Schädliches erkannt.

Jeder kennt die Situation und das Gefühl, wenn Tränen fließen, doch kann man auch Weinen lernen? Weinen ist ein natürlich menschlicher Vorgang. In dem wir leidtragende Erinnerungen oder Gedanken abrufen, erzeugen wir Tränen.

Weinen lernen heißt mit sich selbt in Dialog zu treten

Genauso verhält es sich, wenn wir beispielsweise mit dem Fahrrad unterwegs sind. Jeder hat schonmal erlebt, dass er etwas ins Auge bekommt, sei es ein Fliege oder einfach nur ein Teil von einem Blatt. Wir spüren, dass etwas in unserem Auge ist, können es aber nicht mit unseren Händen entfernen. Unser Körper aber agiert durch die Absonderung von Tränenflüssigkeit, solange bis wir nicht mehr spüren, dass sich etwas in unserem Auge aufhält.

Gefühle erzeugen Tränen-Weinen Lernen

Weinen lernen, als Reinigen des Geistes anzusehen und die Parallele zur rein biologischen Funktion herzustellen, ist ein guter Ansatz um die Bedeutung in psycholgischer Hinsicht zu unterstreichen. Wenn wir etwas erleben, erzeugt es ein Gefühl. Sehen wir beispielsweise einen Film, dann fühlen wir uns in die Schauspieler ein. Bei einem Drama oder einem Liebesfilm sind wir nicht selten gezwungen zu weinen. Die Akteure vermitteln uns ein Gefühl, das uns dazu verleitet. Je mehr Einfühlungs-vermögen wir haben, das heißt umso mehr wir uns selbst in diese Person hineinversetzen können, umso besser können wir Weinen lernen. Weinen lernen hat also damit zu tun, dass wir in einen inneren Dialog treten.

Wir setzen uns mit uns selbst und unserer Umwelt auseinander. Weinen Lernen ist eine Verbindung zu Gefühlen wie Trauer und Leid, die genau so wichtig sind wie Freude und Liebe. Erinnerungen sind Erfahrungen aus der Vergangenheit. Erfahrung von uns in Bezug auf die Außenwelt. Alles was uns passiert ist wichtig, denn es formt uns. Deshalb ist es auch wichtig seine Erfahrungen und Erinnerungen als Teil des eigenen Ich`s zu sehen und ihnen Beachtung zuschenken, nur so können wir überhaupt Weinen lernen.

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